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Korrektes Verhalten von Reitern und Hundeführern im Wald


Kategorie: Ordnung, Sicherheit

Für die Revierförsterei ist es ein regelmäßiger Anblick: Reiter, die querfeldein durch die Waldbestände reiten und freilaufende Hunde fernab des Hundeführers. Beides ist entsprechend des Brandenburgischen Waldgesetzes nicht erlaubt. Die gesetzlichen Regeln sollen an dieser Stelle aufgeführt werden.  

Das Allgemeine Betretungsrecht ist im §15 des Brandenburger Landeswaldgesetzes geregelt. Demnach ist das Betreten des Waldes unabhängig von der Waldbesitzart zum Zwecke der Erholung jedermann gestattet.

 

„Wer sich im Wald befindet, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald so wenig wie möglich beeinträchtigt, seine wirtschaftliche Nutzung nicht behindert, der Wald nicht gefährdet, geschädigt oder verschmutzt und die Erholung anderer nicht gestört werden.“ (§15 Abs. 2)

Anders als in anderen Bundesländern sind Reiter in Brandenburg dabei nicht an ausgewiesene Reitwege gebunden. Auch so genannte Reitplaketten gibt es hierzulande nicht. Das Waldgesetz (§ 15 Abs. 4) beschränkt das Reiten und Gespannfahren allerdings auf Waldwege, die von zwei- oder mehrspurigen Fahrzeugen befahren werden können. Das Reiten auf einspurigen Wanderwegen, Schneisen und querfeldein ist somit nicht gestattet. Hintergrund hierbei ist, dass es erfahrungsgemäß auf schmalen Pfaden immer wieder zu Konflikten und gefährlichen Situationen kommt, wenn Reiter anderen Waldbesuchern begegnen und ein Ausweichen nicht möglich ist.

Für Hundeführer sieht das Waldgesetz (§ 15 Abs. 8) vor, dass Hunde nur angeleint mitgeführt werden dürfen. Dies gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen der Ausübung der Jagd sowie für Polizeihunde. Regelmäßige Beschwerden von Bürgern und eigene Beobachtungen zeigen, dass dieser Grundsatz selten Beachtung findet. Hundeführer müssen akzeptieren, dass es auch Waldbesucher gibt, die Angst vor Hunden haben, auch wenn dieser eigentlich nur spielen will. Des Weiteren werden im Stadtforst Altlandsberg jährlich ein bis zwei von Hunden gerissene Rehe aufgefunden. Der Hund ist ein Raubtier, auch wenn der Beutetrieb beim domestizierten Familienhund nicht mehr so ausgeprägt ist, wie bei seinem Urahnen dem Wolf.

Immer wieder zeigt sich, dass viele Reiter und Hundeführer ihre Tiere weit weniger im Griff haben, als sie selbst glauben. Daher müssen die oben aufgeführten gesetzlichen Grundlagen dringend befolgt werden.

 

Martin Estler

Leiter Stadtwald


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