Informationen
Stadt Altlandsberg
Altlandsberger Vereine
Schützengilde Altlandsberger 1845 e.V.

Berliner Allee 35
15345 Altlandsberg, OT Altlandsberg
Ansprechpartner/Kontakt:
Herr Olaf Graminsky
Telefon +49 (33438) 15525

Schützengilde Altlandsberg 1845 e.V.

Altlandsberger Schützengilde 1908

In Wiederbelebung einer historischen und schönen Tradition wurde die Altlandsberger Schützengilde vor 10 Jahren neu ins Leben gerufen. Wie in vielen anderen Orten auch, gab es früher schon in Altlandsberg Schützengilden.

 

Obwohl sie kein gewinnbringendes Gewerbe darstellten, war dieser Verband mit Gilderechten versehen. Im Mittelalter gingen diese Gilden aus der Verpflichtung der Bürger, ihre Stadt zu verteidigen, hervor. Ihre Mitglieder pflegten untereinander auch Geselligkeiten.

 

Im Schwerinschen Hausbuch von 1683 war bereits folgende Nachricht über die Altlandsberger Schützengilde enthalten:

"Es erinnern sich auch einige alte Bürger, dass in dieser Stadt eine Schützenzunft oder Gilde gewesen, wie dann auch der silberne Vogel annoch vorhanden, und soll ein jeder um ein Gewisses in solche Zunft haben eintreten müssen, derjenige auch, so den Preis erhalten, gewisse Freiheit zu genießen gehabt haben, wovon sich aber keine Nachricht findet."

 

Der silberne Vogel mit zwei hängenden silbernen Ketten wurde noch im 18. Jahrhundert in den Inventarverzeichnissen des Magistrats wiederholt aufgeführt und zuletzt 1797 beim Abgang des Bürgermeisters Persch erwähnt.

 

Die Altlandsberger Schützengilde erfuhr 1845 ihre erste Wiedergründung. Am 25. Mai 1845 wurde die Schützengilde nach Aufforderung durch den Bürgermeister Matz neu gegründet. Im Revolutionsjahr 1848 bildete sich auf Anregung mehrerer Bürger und unter Vorsitz des seit acht Jahren amtierenden Bürgermeisters Matz die Schützengilde, die bis zum 30jährigen Krieg als Schützengesellschaft existiert hatte. Sie zählte am Anfang damals 68 Mitglieder. Frauen waren in der Gilde nicht zugelassen, durften sie aber, z. B. bei der Vorbereitung und Gestaltung von Feierlichkeiten, "tatkräftig unterstützen".


Das Schützenhaus wurde 1852 mit entsprechenden Schützenständen gegenüber der ehemaligen Berliner Mühle (einst. Neue Mühle) errichtet, die seinerzeit noch mit Mühlenteich und Mühlgraben (auch Stienitz-Kaltwasser genannt) ausgerüstet war. Das Schützenhaus galt lange Zeit als die einzige größere Gaststätte am Ort, die auch über Versammlungsräume verfügte. Vor ihm fand um Pfingsten das ähnlich einer Kirmes aufbereitete Schützenfest statt. So pflegten die Schützengilden über viele Jahre bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges die Tradition und maßen ihre Kräfte in vielfältigen Wettkämpfen.


Zu DDR-Zeiten bestand die Schützengilde nicht. Auf Initiative der Schützenbrüder Günter Hartmann und Bernd Graminsky wurde die Schützengilde nach der Wende neu ins Leben gerufen. 1994 trafen sich im Cafe Guhse 13 Bürger, um die Altlandsberger Schützengilde als eingetragenen Verein wieder zum Leben zu erwecken.

 

Die Schützengilde gründet sich dann am  27.Juli 2004  mit 10 Gründungsmitgliedern. Am 29.10.1994 wurde unter Nutzung Ihrer Schießsportanlage in Dahlwitz-Hoppegarten der sportliche Schießbetrieb aufgenommen. Seit dem treffen sich die Schützenbrüder und Schützenschwestern regelmäßig zum Training bzw. zu Arbeitseinsätzen beim Bau einer vereinseigenen Schießsportanlage. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes (25m-Bahn und Gemeinschaftsraum) verfügt die Schützengilde nunmehr über eigene Heimstatt am Bollensdorfer Weg in Altlandsberg.


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